#002  - Die Krise meistern - Wenn es eine Branche schafft, dann der Profi-Fußball!

 

Was HORSTMANN Consulting auch in Krisen-Zeiten positiv in die Zukunft schauen lässt und warum gerade der Profi-Fußball großes Potenzial besitzt, um die Corona-Krise zu meistern.

 

Die Corona-Krise stellt derzeit ein ganzes Land vor große Herausforderungen. Auch den deutschen Profi-Fußball trifft es hart und sicherlich viel stärker als es die Kirch-Krise im Jahr 2001 getan hat. Die Dauer und Auswirkungen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abzusehen. Viele Fragen bleiben derzeit offen, insbesondere wann und in welcher Form der Profi-Fußball seine Tätigkeit wieder aufnehmen kann.

 

Dennoch gibt es einige gute Gründe und positive Zeichen, dass der Profi-Fußball die Krise meistern wird.

 

Zum einen sei hier das hervorragende Risiko-Management der DFL genannt, von der alle denkbaren Szenarien bis ins letzte Detail geplant werden, um Erlöse und somit die wirtschaftliche Stabilität zu sichern. Die Verschiebung der Europameisterschaft in das nächste Jahr hat zudem weiteren zeitlichen Spielraum für die Fortführung der nationalen Ligen gegeben.

 

Unter und in den Clubs ist zudem ein enormer Zusammenhalt und große Solidarität zu spüren. In intensiver Kommunikation zwischen Vereinen, Verbänden, Agenturen und Dienstleistern werden Strategie- und Lösungsansätze offen und über die eigenen Organisationsgrenzen hinaus diskutiert. Auch finanzielle Solidarität unter den Vereinen wird gelebt (beispielhaft sei der in Aussicht gestellte Solidaritätstopf der vier deutschen Champions League-Teilnehmer genannt). Weiterhin übernehmen Clubs und ihre Mitarbeiter und Spieler in dieser Krisen-Zeit verstärkt soziale Verantwortung in ihrem regionalen Umfeld und darüber hinaus.

 

Und auch die wirtschaftliche Stabilität der DFL-Clubs lässt Positives erhoffen. Denn die Vereine der DFL waren in ihrer Historie wirtschaftlich niemals so gesund wie heute. Die Eigenkapital-Quote in der Bundesliga lag zuletzt bei 47,7%, absolut ist das Eigenkapital in den letzten 10 Jahren um 1,3 Mrd. € gewachsen. Auch in der 2. BL ist das Eigenkapital gestiegen, die Quote liegt derzeit bei 27,4%. Die Lage in der 3. Liga stellt sich derweil schwieriger dar. Obwohl sich die Liga sportlich etabliert hat, bestehen wirtschaftlich auch im regulären Spielbetrieb hohe Herausforderungen.

Zudem verfügen die Clubs kostenseitig über eine Vielzahl an Schalthebeln, welche die Unwägbarkeiten, die aktuell und perspektivisch auf der Erlösseite herrschen (u.a. Sponsoring, Hospitality, Ticketing, sonstige Spieltagserlöse und im Worst-Case auch TV-Gelder) zumindest über einen gewissen Zeitraum abfedern können:

  • Die bereits auch öffentlich bekannten Gehaltsverzichte der Spieler, Trainer und des Management.
  • Die Anpassung der Lizenzspielergehälter und Kaderstärken sowie Transferausgaben ab 20/21 sind das stärkste Korrektiv - und es führt zu keinem Wettbewerbsnachteil, da alle europäischen Länder/Ligen betroffen sind.
  • Kurzfristiger Liquiditätsbedarf kann zudem über ein Vorziehen der ersten TV-Rate 20/21 und natürlich auch über die Optionen der staatlichen Hilfen abgesichert werden.
  • Und die Krise bietet die große Chance, bestehende Geschäftsmodelle / Kostenstrukturen zu optimieren und neue zu gestalten, um sich für die Zukunft besser aufzustellen. Einige Beispiele hierzu:
    • Weitergehende Analyse der Kostenstrukturen und Identifizierung von Cost-Down-Potentialen.
    • In Szenarien denken und planen – hierzu Steuerungsinstrumente entwickeln bzw. ausbauen.
    • Überprüfung der Rechtestrukturen.
    • Strategische Geschäftsmodelloptimierung (z.B. Make or Buy).
    • Benchmarking und Best-Practise.
    • Die Digitalisierung als Chance zur Geschäftsfeldoptimierung.
Das größte Asset ist aber sicherlich die Loyalität der Fans und vieler Partner und Sponsoren. Die teilweise Rückforderung von bereits bezahlten Leistungen wird sich im Sinne der Vereine steuern lassen und somit die Liquiditätslücke auch reduzieren. Eine intensive und authentische Kommunikation ist hierbei erforderlich. Ebenso wie eine ganzheitliche Strategie, geprägt von gegenseitigem Geben und Nehmen, mit der sich die verschiedenen Stakeholder identifizieren können.

 

 

Gerne erörtern wir in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen weitere Handlungsoptionen, die genau auf die Herausforderungen ihrer Organisation zugeschnitten sind. Lassen Sie uns wissen, wenn wir sie an irgendeiner Stelle unterstützen können.

 

 

27.03.2020

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