#047 - Handball WM 2027 - Warum jetzt der Moment für die HBL ist

Die HandballEM 2024 in Deutschland hat eine außergewöhnliche Dynamik entfacht volle Arenen, Rekordreichweiten und spürbar mehr Sichtbarkeit für den Sport. Diese Welle setzt sich in der HBL fort: In der Saison 2024/25 wurde ligaweit ein neuer Zuschauerrekord erzielt (über 1,6 Mio. Besucher), in der laufenden Saison 2025/26 liegen die Werte bis zum 29. Spieltag mit 1.408.152 Zuschauern auf vergleichbar hohem Niveau. Die durchschnittliche Auslastung von 85,43% unterstreicht die starke Nachfrage und bietet gleichzeitig weiteren Hebel für Wachstum.

 

 

 


OPEL wird neuer Namensgeber der HBL

Ein starkes Signal liefert das Engagement von Opel: Der Automobilhersteller wird strategischer Partner der Frauen- und MännerNationalmannschaft, Namensgeber der Liga und Mobilitätspartner. Dieses Bündnis vereint Markenstärke, Reichweite und Wertepassung ein klares Zeichen für die wirtschaftliche Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des Handballs in Deutschland.

Mit Blick auf die HandballWM 2027 ist zu erwarten, dass das Interesse an der HBL nochmals zunimmt – mit globaler Strahlkraft, neuen Zielgruppen und verlängerter medialer Aufmerksamkeit als Katalysator. Jetzt gilt es, die vorhandenen Stärken gezielt auszuspielen: MatchdayErlebnisse klar profilieren, Erstkontakte in Wiederkehr verwandeln und entlang der FanJourney zusätzliche Erlöspotenziale aktivieren. Kurz: Die Basis steht, die WM ist die Chance, bestehende Erfolge zu skalieren und die HBL noch sichtbarer und wertvoller zu machen.


Was das für die Clubs der HBL bedeuten kann?

Großereignisse beschleunigen die Entwicklung. Die EM 2024 hat gezeigt, dass im Jahr nach einem Turnier Auslastung und Reichweite spürbar zulegen. Daran kann die HBL mit Blick auf die WM 2027 anknüpfen. Die zusätzliche Aufmerksamkeit bringt neue Erstkontakte in die Hallen, erhöht die Zahl der Gelegenheitsfans und vergrößert insgesamt die Basis für höhere Auslastung über die Saison hinweg. Dieses Potenzial wird dann wirksam, wenn klare, zielgruppengerechte Angebote die entstehende Neugier ohne Reibungsverluste in Buchungen und Wiederkehr übersetzen – also wenn Interessenten schnell verstehen, welches Produkt für sie passt, und der Weg vom Impuls bis zum Platz in der Halle kurz und intuitiv ist.

 

In diesem Kontext haben wir u.a. den VfL Gummersbach bei der strategischen Neuausrichtung seines Public Ticketing begleitet. Grundlage waren Analysen und Benchmarks. Ergebnis war ein konkreter Maßnahmenplan, um Nachfrage präziser zu konvertieren und Erlöse zu steigern.

 

Ähnliche Chancen wie im Public Ticketing bietet durch die erhöhte Aufmerksamkeit auch der Bereich B2B/Hospitality. Unternehmen profitieren von der stärkeren medialen Präsenz rund um eine WM. Das macht das Umfeld für Sponsoren attraktiver. Wer sein HospitalityPortfolio differenziert – etwa mit klar profilierten BusinessSeats, thematischen ClubFormaten oder kuratierten ExecutiveErlebnissen – erhöht die Zahlungsbereitschaft und verbessert die Auslastung im Premiumsegment.

 

Damit wird die WM 2027 mehr als ein kurzfristiger Peak. Sie ist die Gelegenheit, die bestehende Stärke der HBL zu skalieren: neue Fans zu gewinnen, die Sichtbarkeit der Liga weiter auszubauen und zusätzliche Wertschöpfung entlang der Fan und PartnerJourney zu realisieren. Wer diesen Moment zielgerichtet nutzt, schafft die Basis für nachhaltiges Wachstum in den folgenden Spielzeiten.

 


Fazit

Die WM 2027 wird die Nachfrage nach Handball in Deutschland – und damit das Erlöspotenzial - weiter steigern und neue Zielgruppen erschließen. Für die Clubs der HBL ergibt sich daraus die Chance, nachhaltiges Wachstum zu generieren. Dafür gilt es bestehende Strukturen gezielt weiterzuentwickeln und auf die (neuen) Bedürfnisse zielgerecht einzugehen. Die WM ist der Impuls, nachhaltiges Wachstum entsteht in den Strukturen der Clubs.

 

 

 


HORSTMANN Strategie & Management Consulting unterstützt Clubs & Verbände dabei, nachhaltige Wachstumspotenziale zu identifizieren und diese systematisch zu entwickeln.

 


Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird im Text das generische Maskulinum verwendet. Gemeint sind jedoch immer alle Geschlechter. 

 

20.05.2026

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